Ein wenig bekanntes und daher durchaus immer noch innovatives Tool, um Wissen interessant für seine Kunden aufzubereiten, sind Plakate. Alte Welt? Non-digital? Nein! Wir haben sie für unser erstes Buch als Begleitmaterial erstmalig eingesetzt und damit große Resonanz erreicht. Ein schönes Beispiel habe ich hier.

Unternehmensoptimierung visualisieren
„Unternehmensresilienz“ und dafür notwendige Management_Tools klingen nicht auf den ersten Blick so, als wären sie extrem sexy. Trotzdem machen Sie ein erfolgreiches Geschäftsmodell eines meiner Kunden aus. Er kümmert sich mit seiner Beratungsfirma darum, meist produzierendes Gewerbe auf Herz und Nieren zu prüfen und zu schauen, wie resilient sie gegenüber bestimmten Herausforderungen sind. Was, wenn mal ein Schiff im Suezkanal stecken bleibt, das benötigte Teile an Board hat? Was, wenn die Mitarbeiter streiken? Oder die Maschinen?

Mit vielen hochgradig ausdifferenzierten Tools konnte der Kunde die Unternehmen hier auf Schwachstellen hinweisen und besser vor Herausforderungen schützen. Und die sind genauso umfangreich und vermeintlich theoretisch, wie man sich das vorstellt. Wie ist es um die Produktionsprozesse bestellt? Wie funktioniert im Unternehmen die Risikoanalyse und Behandlung? Wie ist die Produktion geschützt? Und wie werden Probleme ganz konkret gelöst? Wie gut kennt das Unternehmen seine Partner und wie analysiert es seine Abhängigkeiten, auch von Kunden? Wie ist die Kundenzufriedenheit messbar zu machen und wie kann sie optimiert werden?
Über all diese Fragen haben wir einen Videokurs für den Kunden erstellt und einen professionellen Sprecher diesen dann vertonen lassen. Wir haben umfangreiches Begleitmaterial ausgearbeitet und als mein persönliches „Lieblingsstück“ für dieses Projektes ein großes Plakat entworfen, mit dem Titel: How to eat an elephant.

Das Plakat konnte an bestehende und zukünftige Kunden versandt werden und zeigte Ihnen unter anderem, dass die große Aufgabe der Analyse und Optimierung aller Unternehmensprozesse durch die Beratungsfirma sowohl machbar, als auch tiefgreifend strukturiert ist. Es gibt einen genauen Plan! Sie konnten, auch, wenn sie schon mit meinem Kunden zusammen arbeiteten, selbst einen schnellen Überblick über das gewinnen, was immer wieder Aufgabe sein musste: Die eigenen Unternehmensprozesse immer wieder anzuschauen und zu optimieren.
Plakate sind eine wunderbare Art, solche Inhalte schnell und für die Kunden buchstäblich überschaubar zu transportieren. Man hat das Gefühl, ganz viel Wissen und ein abgeschlossenes Konzept in Händen zu halten. Felder zum Ausfüllen ziehen den Nutzer bereits in den Prozess hin. Dieses Konzept hat sich in vielen Projekten als extrem wirksam erwiesen. Es wird sehr gerne von den Kunden angenommen und geschätzt.
Das funktioniert so ähnlich wie das Treppenliftbeispiel, das ich einmal gehört habe. Firmen, die Treppenlifte anbieten, sprechen vorher mit ihren Kunden und schicken dann einen Handelsvertreter dorthin. Sie geben den Kunden vorher am Telefon aber routinemäßig die Aufgabe, schon einmal ihre Treppe auszumessen. Wenn der zuständige Handelsvertreter oder Monteur dann beim Kunden ankommt, fragt er: „Haben Sie die Treppe schon ausgemessen?“ Wenn der Kunde antwortet: „Ja, 98 cm Breite!“ – Dann weiß der Vertreter der Firma, dass hier eigentlich schon alles gelaufen ist. Die Kunden haben sich bereits in den Prozess hineinziehen lassen und werden aktiv mitarbeiten. Angenehmer Nebeneffekt: Sie haben bereits gekauft!
Plakate können einige dieser Funktionen abbilden. Sie ziehen den Kunden in den Prozess, geben ihm einen ersten Überblick über das, was der Anbieter mit ihm vorhat. Das gibt auch den Kunden Sicherheit und ist für den Anbieter des Wissens ein wertvoller Hinweis: dieser Kunde ist im Spiel!
Und als angenehme Ergänzung dazu können Plakate auch Teil eines so genannten Verkaufsfunnels sein und beispielsweise ein erstes, günstigeres Produkt für den Kunden darstellen. Dieser kann erst einmal Vertrauen bekommen und sehen, wie der Experte arbeitet. Wenn dann beide miteinander weiter kooperieren wollen, dann ist einem weiteren Austausch die Tür weit geöffnet.

