Hello world! It´s me! Personenmarke werden.

Detailed close-up of Mario and Yoshi figurines from a popular video game franchise.

Wer ist der berühmteste Kronzeuge dieses Ausruf? It’s (a) me!? – Super Mario! Und der ist das perfekte Vorbild für die eigene Personmarke. Wer immer in seiner glücklichen Jugend irgendwie mit dem Nintendo – Universum in Kontakt getreten ist, der kennt diesen Ruf des italienischen Klempners mit japanischen Wurzeln. Immer wenn das Spiel geladen hat, gab und gibt er es mit dem Brustton der Überzeugung zum Besten: „Ich bin’s, Mario!“ – „It´s a me!“ Das ist aber vielleicht nur eine Geschichte. Egal? Gute Geschichten vergisst man nicht…

Man playing Super Mario Bros on TV, capturing retro gaming nostalgia.

Sprechen Sie Japanisch?

Wer sich mit ähnlich schlechten Japanischkenntnissen durch die Welt schlagen muss wie ich, mag es nie bemerkt haben – ebenso wie ich: Womöglich sagt der kleine Mann im Arbeitsanzug gar nicht „It´s me“ und auch nicht die Version mit italienischem Akzent: „It’s a me!“ Denn erst kürzlich hat sich in etlichen Medien die Geschichte breitgemacht, dass er tatsächlich das japanische „Itsumi“ ruft, was angeblich so viel wie „super“ bedeutet. Er würde also tatsächlich einfach nur „Super Mario“ rufen. „Itsumi Mario!“?

Das fand ich als Kind der Neunziger auch sofort spannend und habe diese Information mit all denen geteilt, die ich für empfänglich hielt, und zwar über einige Tage. Ich hab es rumerzählt, wo ich konnte. Und gleichzeitig blieb es wohl falsch. Die Geschichte war super zu merken und es bot mir einen unterhaltsamen Mehrwert, sie weiter zu erzählen. Perfekt!

Kleines Indiz für die Faktenchecker: Der Sprecher dieser weltweit berühmten Phase hat in seinem Instagram-Account seine eigene Bio(grafie) wie folgt begonnen: „It’s a me, Mario. Voice of Mario, Luigi, …“ Unterstellen wir, dass er sich den Text gemerkt hat, den er damals eingesprochen hat. Die Geschichte war leider nicht einmal wahr. Aber gut!!!

Gute Geschichten bleiben hängen.

Trotzdem habe ich mir dieses Wort, „itsumi“, sofort gemerkt. Und das, obwohl ich in Summe wahrscheinlich nur zehn japanische Wörter beherrsche und dort weder etwas zu essen bestellen, noch eine Fahrkarte kaufen könnte. Neben der Ähnlichkeit des Wortes zur englischen Phrase ist die Geschichte einfach gut. Und das ist etwas, was man von Mario lernen kann.

Gute Geschichten machen ansonsten langweilige Informationen (be)merkenswert. Und das kann für jeden Experten auch eine kleine Geschichte sein, die er sich merken sollte.

Die Menge an Informationen, die man in irgendeinem Kontext beibringen kann, zahlt wenig bis gar nichts auf die eigene Personenmarke ein, wenn sich Menschen nicht etwas davon merken können. Gute Experten schaffen es hingegen, solche Eckpfeiler ihre eigenen Expertise in die Erinnerung ihrer liebsten Kunden einzuschlagen. Die Infirmationen, die sie transportieren wollen und müssen, werden so viel lieber und leichter aufgenommen und machen den Experten zum sichtbaren Guru! Und dann rufen die Experten förmlich, wie dieser Blogbeitrag, gewissermaßen mit einer großartigen Geschichte und einer tollen Information:

Hello, World. It’s a me!“

Also werden gute Informationen mit sehr guten Geschichten kombiniert und damit der Welt gesagt, wer man ist.

Wenn das klappt, das wäre itsumi! Hallo, Welt…

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