Wir sind übrigens, in Deutschland, Österreich und der Schweiz jeweils ein Volk der Schubladenautoren, wie ich gerne sage. Es gibt ganz verrückte Zahlen, dass 80 % der Befragten in diesen Ländern es als erstrebenswert beschreiben, irgendwann mal das eigene Buch zu schreiben. Und kaum einer tut es.
T-U-N
Und ein erstaunlich großer Anteil davon hat wiederum bereits damit begonnen und ein Manuskript erstellt – fertig oder unfertig. Und das landet dann, „vorläufig“ erst einmal, in der Schublade. Nur ein ganz geringer Prozentsatz stellt dieses Manuskript fertig. Das ist vollkommen okay, in den meisten Lebensbereichen ist die Zahl der Umsetzer geringer als die der Leute, die etwas planen. Aber was ich schlimm finde:
Ein noch geringerer Anteil derer,die wirklich als Autor sichtbar sein wollen, bringt ein solches Buch an einen Verlag oder erstellt eine druckfertige Version für den Selbstverlag (mit allen Vor- und Nachteilen der beiden Lösungen) und wiederum nur 2 % der eingesandten Manuskripte werden von Verlagen gedruckt.

Die Konkurrenz schläft
Das klingt im ersten Anschauen total gruselig, aber für mich steckt darin eine stachlig verpackte, großartige Botschaft: Wer sein Buch überhaupt fertig schreibt und es in eine verlagsfertige Form bringt, lässt bereits 98 % der Mitbewerber hinter sich. Wer dann noch, und das ist ein ziemlich einzigartiges, fast unfair gutes Konzept, ein besonderes Exposé mit einem fundierten Verkaufkonzept dem Manuskript „beilegt“, ist kaum noch aufzuhalten.
Abgelehnt wurde so nämlich noch keines der Bücher, die ich in dieser Form selbst oder für Kunden bearbeitet habe.

